Gut, gerecht und verantwortungsvoll handeln am Beispiel von FAIRTRADE

Fairtrade. Jeder hat schon einmal von dieser Organisation gehört. Eines der dazugehörigen Siegel, welches Verbraucher auf  Fairtrade-unterstützte Produkte im Handel hinweist, hat sicherlich jeder schon einmal auf Kakaoprodukten, Bananen oder Blumen gesehen. Doch auf welche Art und Weise unterstützt Fairtrade „seine“ Produkte?

Und was heißt bei Fairtrade-unterstützten Produkten eine „gerechtere und verantwortungsvollere Produktion und ein fairer Handel“?

Diesen und weiteren Fragestellungen gingen die Schüler*innen der Klassen 8b und 8c im Religionsunterricht im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema „Gut, gerecht und verantwortungsvoll handeln“ nach. In einem ersten Schritt legten die Klassen gemeinsame Maßstäbe fest, was denn Gerechtigkeit und Verantwortung bedeute und einschließe. Im Anschluss daran erhielten die Schüler*innen einen theoretischen Einblick in die konventionelle und Fairtrade-unterstützte Kakaoproduktion. Hier wurden der Anbau der Kakaopflanze und die Produktion ebenso thematisiert wie der Handel und der Verkauf  über Zwischenhändler bis hin zu den Schokoladenfabriken, die das fertige Endprodukt für den Einzelhandel herstellen. In unterschiedlichen Arbeitsphasen versetzten sich die Schüler*innen in die Lage der Kleinbauern, Produzenten und Zwischenhändler und führten fiktive Verhandlungs- und Verkaufsgespräche.

Im Anschluss daran gestalteten sie in Kleingruppen jeweils ein Plakat oder eine Powerpoint-Präsentation zu einem Fairtrade-Produkt ihrer Wahl mit den inhaltlichen Kriterien Informationen zum Produkt (Vorkommen, Anbau), wirtschaftliche Aspekte (Verarbeitung, Handel, Preis), Vorkommen des Produkts in unserem Alltag und zuletzt das Eingreifen bzw. die Unterstützung von Fairtrade bei dem gewählten Produkt (Kooperative, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und faire Löhne/Preise).

Gegen Ende dieser thematischen Reihe stand eine „Blindverkostung“ von Schokolade aus konventionell hergestelltem Kakao für 47 Cent die 100g Tafel und Schokolade mit Fairtrade-gehandeltem Kakao für 1,25 Euro die 100g Tafel an. Durch den relativ hohen „echten“ Kakaoanteil in der Fairtrade-Schokolade fiel das Geschmacksergebnis in beiden Klassen eindeutig zugunsten der Fairtrade-gehandelten Schokolade aus.

In einer anonymen Feedback-Runde zeigte sich eine neue Perspektive der Schüler*innen von Gerechtigkeit und Verantwortung den Kleinbauern und deren Familien gegenüber und das Verantwortungsbewusstsein, selbst etwas ändern zu können und müssen.

 

„Wir sollten uns überlegen, dass der Geldbeutel eine echt scharfe Waffe ist.
Wenn man den intelligent einsetzt, kann man auf der Welt echt was verändern.“

Hannes Jaenicke (Schauspieler und Fairtrade-Botschafter)